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Gemeinde Marina - wunderschöne Natur, unberührte Strände, klares Meer und viel Spaß für die ganze Familie

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Marina-Turm, 15. Jh.

Das zentrale Gebäude des Dorfes ist der auf Klippen im Meer erbaute Turm von Marina, der einst über eine Zugbrücke betreten wurde. Im 15. Jahrhundert wurde das Marina-Gebiet zunehmend durch die osmanischen Invasionen gefährdet, weshalb zur Verteidigung der Bevölkerung eine Burg errichtet wurde. Im Jahr 1495 erteilten die venezianischen Behörden dem damaligen Bischof von Trogir, Francesco Marcello, die Erlaubnis, in der Bucht Bosiljina (Saldun) in der Nähe der Kirche der hl. Marina, eine Festung zu bauen. Marcellos Bemühungen, eine Kombination aus Siedlung, Festung und Sommerhaus zu errichten, sind nicht nur das Ergebnis der Kriegsereignisse, sondern auch der langjährigen Kämpfe der trogirer Kirche, um eine vollständige und autonome Herrschaft in Bosiljina herzustellen. Der Bau dauerte zehn Jahre, denn bereits 1502 wehrten sich die Einheimischen während der Bauarbeiten mehrmals erfolgreich gegen die Angriffe der Türken. Nach diesen Ereignissen bringt die venezianische Regierung den Bau des Ortes zu Ende und stellte Wachen auf. Bis zum heutigen Tag hat der Turm die grundlegenden architektonischen Elemente seit Beginn des Baus bewahrt und an der Ostfassade ist noch immer ein Steinrelief eines venezianischen Löwen und das Wappen von Bischof Marcello zu sehen. Durch ein Portal an der Nordseite wurde ein direkter Zugang zum Meer geschaffen. Während des Krieges von Candia im Jahr 1657 wurde der Turm erheblich beschädigt und nach dem Wegfall der türkischen Bedrohung im frühen 18. Jahrhundert teilweise wieder aufgebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde zwischen dem Turm und der Zitadelle ein Meereskanal gebaut, der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und in den 1970er Jahren rekonstruiert und zu einem Gastronomie- und Touristenobjekt umgebaut wurde. Der Marina Turm ist auch heute noch das größte Symbol dieser Gegend.

 

Das Wappen von Frane Marcello, 15. Jh.

Über den Toren der Zitadelle befindet sich das Wappen des Erbauers der Marina, des Bischofs von Trogir Frane Marcello (Francesco Marcello, 1446-1524), der Nachkomme einer der berühmtesten Adelsfamilien Venedigs, aus welcher viele Würdenträger im Laufe der Geschichte abstammen. Marcello diente 36 Jahre lang als Bischof in Trogir und neben seiner aktiven Befürwortung des Kampfes gegen die Osmanen in der kroatischen Geschichte wurde er als einer der führenden Verfasser antitürkischer Reden in Erinnerung behalten. Um die betroffene Bevölkerung des Marina-Gebiets und sein bischöfliches Eigentum vor osmanischen Invasionen zu retten, baute er Ende des 15. Jahrhunderts hauptsächlich mit seinem Geld eine Bischofsfestung im Dorf Marina. Unter anderem ist in der Geschichte überliefert, dass durch seine Initiative das Bild der Gottesmutter aus Drid gerettet und in das Franziskanerkloster auf der Insel Ciovo transportiert wurde, die seitdem, dank dieses Bildes, auch Drid heißt.

Das Bischofswappen von Frane Marcello ist neben den Toren der Zitadelle auch auf dem Marina Turm und auf der Krone der Brunnen neben dem Pfarrhof in Marina eingebaut.  Das Wappen der Familie Marcello ist mit ihrer Seefahrt- und Handelstradition verbunden, die durch eine goldene Welle über dem Meer zum Ausdruck kommt (Wappen: das Schildfeld wird durch einen nach rechts geneigten Wellenbalken geteilt und über dem Schild befindet sich eine Mitra), mit den Initialen FM.